Freitag, November 25, 2011

Was ist eigentlich revolutionierte Homöopathie?

Die Homöopathie hat in ihren jetzt über 200 Jahren viel erlebt. Viele Diskussionen sind über diese Therapie-Methode heiß entbrannt. Sicher hat der Begründer der Homöopathie Samuel Hahnemann schon einen Grundstein für die heftigen Dispute gelegt, war er doch selber ein sehr streitbarer (ich will nicht sagen, streitsüchtiger, weil das sicher nicht stimmt) Mensch.
Er hatte keine Scheu seine Meinung zu sagen, ja es war sogar sehr wichtig für ihn in den direkten Austausch mit Gegnern zu treten. Ganz im Sinne der alten Griechen, die auf ihrem Forum dann auch vor allem die Rethorik und das Wortgefecht übten.
Wir wissen nicht, was er dazu gesagt hätte, wenn wir ihm die Frage gestellt hätten: Was halten Sie von dem Begriff revolutionierte Homöopathie?
Zunächst hätte er sicherlich abgewunken und gesagt: Ja, da gibt es viele, die hier etwas revolutionieren wollen - immerhin war er ein Kind einer Zeit, in welcher viele Revolutionen stattfanden. Und er war sehr selbstbewusst und liess sich nicht an den Wagen fahren...
Ich stelle mir aber einfach mal vor, und vielleicht wollt ihr mir da folgen, dass er sich mit dem Begründer der Sehgal-Methode getroffen hätte: Dr. M.L. Sehgal (nicht möglich- sie haben nicht zur gleichen Zeit gelebt).
Dr. M.L. Sehgal arbeitete seit den 1970ern zwar auch nach den Regeln der Klassischen
Homöopathie. Jedoch konzentrierte er sich bei der Auswahl des passendsten
homöopathischen Heilmittels einzig und allein auf den gegenwärtigen, d.h. den aktuellen
Geist/Gemütszustand des Patienten während seiner Krankheit.
Was der Patient sagt, wie er seine Beschwerden schildert und wie er damit umgeht ist bei
dieser Art der Homöopathie von elementarer Bedeutung.
Seine Haltung und Reflexion, aber auch die objektiven Symptome wie Verhalten und
Gestik des Patienten spiegeln das Bild des benötigten Arzneimittels wider. (Text aus der Datei des folgenden Links)
Hierzu dieser Link von der Sehgal Schule in Billerbek (der Inhaber HP Detlef Rathmer hält bei uns am 4.12.2011 dazu ein Einführungsseminar live und online)
Und hier denke ich, hätte der gute Alte nichts dagegen gehabt, schreibt er doch in seinem Organon der Heilkunst:

§ 211

     Dieß geht so weit, daß bei homöopathischer Wahl eines Heilmittels, der Gemüthszustand des Kranken oft am meisten den Ausschlag giebt, als Zeichen von bestimmter Eigenheit, welches dem genau beobachtenden Arzte unter allen am wenigsten verborgen bleiben kann.

§ 212

     Auf diese Haupt-Ingredienz aller Krankheiten, auf den veränderten Gemüths- und Geisteszustand, hat auch der Schöpfer der Heilpotenzen vorzüglich Rücksicht genommen, indem es keinen kräftigen Arzneistoff auf der Welt giebt, welcher nicht den Gemüths- und Geisteszustand des ihn versuchenden, gesunden Menschen, sehr merkbar veränderte, und zwar jede Arznei auf verschiedene Weise.

§ 213

     Man wird daher nie naturgemäß, das ist nie homöopathisch heilen, wenn man nicht bei jedem, selbst acutem Krankheitsfalle, zugleich mit auf das Symptom der Geistes- und Gemüths-Veränderungen siehet und nicht zur Hülfe eine solche Krankheits-Potenz unter den Heilmitteln auswählt, welche nächst der Aehnlichkeit ihrer andern Symptome mit denen der Krankheit, auch einen ähnlichen Gemüths- oder Geistes-Zustand für sich zu erzeugen fähig ist 1).



1) So wird bei einem stillen, gleichförmig gelassenen Gemüthe, der Napell-Sturmhut selten oder nie eine, weder schnelle noch dauerhafte Heilung bewirken, eben so wenig, als die Krähenaugen bei einem milden, phlegmatischen, die Pulsatille bei einem frohen, heitern und hartnäckigen, oder die Ignazbohne bei einem unwandelbaren, weder zu Schreck, noch zu Aerger geneigten Gemüthszustande.
Was also würde Samuel Hahnemann jetzt also sagen, wenn er an unserem Live Online Seminar teilnehmen könnte?

 Am 4.12.2011 kannst du an einer Einführung zur Sehgal Methode teilnehmen - hier die Info für die Buchung