Mittwoch, Oktober 31, 2007

Halloween-Homöopathie - Angst vor Geistern in der Materia Medica

Anlässlich des heutigen Datums habe ich mir den Spaß gemacht die homöopathischen Mittel zusammenzusammeln, die eine deutliche Angst vor Geistern zeigen oder aber auch Wahnvorstellungen von Gespenstern haben. Schaurig schön dagegen beschäftigt sich das Kochsalz mit Geistern und könnte glatt eine Agentin sein, die mit den Toten spricht. Sagt, dass er sich mit Geistern unterhält.

Ein Mittel bei dem man sofort an Angst vor Gespenstern denkt ist PHOSPHORUS: Bei Phosphorus ist die Identitätsgrenze, die Grenze zwischen ich + du verwischt. Er kann die reale Welt und die immaterielle Welt nicht unterscheiden, das heisst seine Realität und die Realität anderer ist für ihn verwischt. Phosphor hat Angst vor Dunkelheit, Gewitter und Gespenstern. Es befürchtet, dass etwas aus der Ecke kriecht….

BELLADONNA dagegen hat Halluzinationen, die durch Fieber und Entzündungen mit pulsierenden Empfindungen ausgelöst werden. Kennt ihr die Bilder von Hironymus Boch? Belladonna hat Träume wild und fantastisch.
Im Fieber-Delirium fürchtet sie sich vor eingebildeten Dingen, sieht Ungeheuer, Gespenster, abscheuliche Fratzen, schwarze Hunde, verschiedene Insekten. Mein Sohn sagte einmal im hohen Fieber: “Mama, die kleinen Tiere da oben an der Decke sollen weggehen”.

ARSEN trägt das Grauen in sich. Es sorgt sich enorm um sich selbst, hat wahnsinnige Angst vor dem Unkontrollierbaren. Es fürchtet sich auch vor sich selbst:
- Er fürchtet sich allein zu sein, um sich nicht ein körperliches Leid anzutun.
- Ist zum Selbstmord entschlossen (leidet) - - Fürchtet, dass er Jemand ermorden muss.
- Sieht Ungeziefer, wirft Hände voll Wanzen fort.
- Todesfurcht beim Alleinsein o. Zubettgehen.

Bei dem aufgeblasenen LYCOPODIUM handelt es sich mehr um religiöse Furcht . Hier gibt es eine große Erwartungsspannung, Lycodium will anerkannt werden. Unter Druck macht es sich Sorgen um sein Seelenheil, hat Gewissensbisse, weil es seine religiösen Pflichten nicht genügend erfüllt hat. Nun führt ein Unwetter oder die Dunkelheit eines Tunnels dazu, dass ihn der Teufel holt oder Gott ihn bestraft.

Bei CAUSTICUM Haben wir ein Mittelbild infolge von langem Kummer oder Sorgen. Hier wird um Gerechtigkeit starr und unbeirrt gerungen, bis der Mensch völlig steif geworden ist. Abends ist Causticum,voller furchtsamer Bilder, fürchtet sich das Kind allein zu Bett zu gehen. Es sieht Gespenster, Geister, absurde, lächerliche Gestalten und Gesichter mit verzerrten,teuflischen Augen und hässliche Fratzen. Es sieht abends schwarze, schrecklichePhantome und muss die Augen schließen. Das Gemüt wird durch Schreckliches und traurige Geschichten stark angegriffen.

ACONITUM ist tief erschüttert und befindet sich in einem Panikzustand. Als ein bekanntes Fiebermittel bei hohem Fieber mit großer Angst und Unruhe zeigt der Sturmhut Hellseherei und meint entfernte Dinge wahrzunehmen.
Aconitum sagt die Todesstunde voraus. Furcht vor Gespenstern. Nach einem Schrecken furchtsam in der Dunkelheit. Beschwerden, welche auf Schreck folgen.

STRAMONIUM ist der Teufel: bösartig und destruktiv, der Stechapfel tritt, beißt und jagt anderen Angst ein. Er hat Halluzinationen von Tieren, Geistern, Engeln, Verstorbenen. Er hört Stimmen hinter dem Ohr; sieht Fremde oder bildet sich ein, dass Tiere seitwärts aus dem Boden springen, auf ihn zu laufen. Stramonium hat Hydrophobie: Wasser, ein Spiegel oder etwas Glänzendes erregen Krämpfe.

PULSATILLA dagegen will nur geliebt werden. Sie fühlt sich nur zu Hause wohl. Sie hat Angst vor Gespenstern, vor der Dunkelheit und davor alleine gelassen zu werden. Auch hier finden wir Religiöse Manie. Pulsatilla sieht den Teufel, der sie holt und sie sieht nachts Welt in Flammen. Trost bessert aber sofort.

Kommen wir noch zu einem weiteren typischen “Gespenster”-Mittel: CARBO VEGETABILIS. Hier kommt die Furcht aus der Schwäche aus der Furcht dem allen nicht gewachsen zu sein. Es verschlägt Carb-v den Atem, Luft muss zugefächelt werden. Angst im Dunkeln vor Geistern, schreckliche Visionen in der Dunkelheit. Einbildung etwas zu hören, eine Hand würde über den Körper streichen. Carb-veg sieht Gestalten oder Gespenster, es hört Geräusche, Wände scheinen (vor einem epileptischen Anfall) nach innen zu stürzen. Es wacht im Dunkeln auf und sieht Bilder, Phantome. Es hört Dinge, die sich außer Sicht in der Höhe in seiner Nähe bewegen, als ob jemand nahe an sein Bett kommen würde, als sei jemand mit im Bett. Das ist schon eine sehr schlimme Art der Angst und wenn man bedenkt, dass Carb-v schlecht Luft bekommt kann man sich diese Todesangst vorstellen.

RHUS TOXICODENDRON ist abergläubisch. Es ist das Unruhe-Mittel schlechthin. Es muss umhergehen und macht sich ständig Sorgen vor dem was geschehen könnte. Wahnideen von Gestalten, Gespenstern, Geistern, er
würde ermordet werden. Alle sehen ihn an, während er in die Luft gehoben wird. Gefühl er würde durch das Bett sinken, das Bett würde sinken, jemand sei mit ihm im Bett. Alles ist totenstill um ihn herum.

KALIUM CARBONICUM ist pflichtbewusst und scheut Veränderungen. In der Krise hat es Furcht vor dem Alleinsein, Angst zu Sterben. Erstaunlicherweise hat Kali-c Furcht vor Vögeln oder eingebildeten Vögeln. Tauben würden im Zimmer umherfliegen, die er zu fangen versucht. Es fürchtet sich vor Gespenstern, davor von Herankommenden geschlagen zu werden. Es ist sicher etwas werde geschehen. Kali-c sieht kriechende Würmer, es fürchtet es würde im Wasser versinken. Es sieht Ungeziefer herumkriechen, tote Personen, den Teufel. Es ist sicher es würde gleich sterben und muss sich hinlegen und sterben.

Kommen wir noch zu 3 nicht ganz typischen Gespenster-Mitteln:
1. CANNABIS INDICA: es geht um Verdrängung, es sucht das Übersinnliche. Hier sind Realitäts-/Wahrnehmungsdeutung geändert. Alle Augenblicke war es ihm, „Als ob Bewusstsein seiner selbst und dann beim Wiedererwachen das seiner Umgebung verlöre“. - - Ist nicht im Stande sich irgend einen Gedanken oder Ereignis ins Gedächtnis wieder zurückzurufen, weil verschiedenste Gedanken in seinem Gehirn sich zusammendrängen. Halluzinationen und unzählige Luftbilder - - Hellsehen. Furcht vor Wasser, selbst verletzt zu werden, vor dem Tod. Angst die Stimme zu gebrauchen, vor Spiegeln im Zimmer. Das Schlimmste ist der Selbstkontrolleverlust. Es hat Angst vor der Annäherung von anderen. Es ist ein gutes Mittel bei Folgen von spirituellen Experimenten, wenn der Patient dadurch angegriffen und verstört ist.

2. CALCIUM CARBONICUM braucht Schutz und fürchtet ebenfalls Veränderung. Im gestörten Zustand, wenn das Heimweh und die Sorgen um seinen geistigen Zustand es verzagen lassen kommt die Angst den Verstand zu verlieren, wobei das Allerschlimmste ist, dass die anderen es bemerken könnten. Es sorgt sich um Gesundheit, Armut, das Leben nach dem Tod. Dann sieht es Tiere, Insekten, fürchtet sich vor ansteckende Krankheiten und Geistern.

Und alls letztes das Kochsalz NATRIUM MURIATICUM; das einzige Mineral, das wir direkt aufnehmen können. Das große Thema ist das Loslassen und das sich lösen. Einn großer Drang sich bei Vergangenem aufzuhalten, alten Kummer nicht loszulassen. So spricht Nat-m mit Toten. Es träumt viel davon selbst in der Luft zu wandeln und sieht Gesichter und Geister, mit denen es sich unterhält.