Mittwoch, August 30, 2006

Euler-Liljestrand-Mechanismus

Der Euler-Liljestrand-Mechanismus beschreibt den Zusammenhang zwischen der Belüftung (Ventilation) und der Durchblutung (Perfusion) der Lunge.
Nimmt die Ventilation in einem Teil der Lunge ab, führt das zu lokaler Hypoxieund zur reflektorischen Konstriktionder Lungengefäßein diesem Lungenabschnitt. Das ist vorteilhaft, denn so wird verhindert, dass Blut die Lunge passieren kann ohne oxygeniert zu werden (Shunt).
Wird aber ein größerer Bereich der Lunge auf diese Art schlechter passierbar, so führt das zur Drucksteigerung.
Unsere letzte Aufzeichnung findet ihr hier: 29.08.2006

Dienstag, August 29, 2006

Alkalose - Azidose

Im Zusammenhang mit den Nieren und den Lungen ist ganz besonders das Thema Azidose und Alkalose wichtig. Alle vier Organe sind stets bemüht den Blut- pH gleichmäßig auf 7,4 zu halten. Was im gewebe oder gar in den Zellen passiert bleibt häufig allein im Blickfeld der Naturheilkundler.
In unserer gestrigen Lernsession habe ich an einem Punkt im Zusammenhang mit der Lunge die künstliche Beatmung erwähnt. Diese wird bei respiratorischer Azidose, also im Zusammenhang mit der Lunge entstehender Blut-Übersäuerung angewandt. Hierbei wird dem Patienten hochfrequentig viel Luft mit nur wenig Sauerstoff gegeben. Dies soll zur verstärkten Abatmung von CO2 führen.

Freitag, August 25, 2006

Metabolisches Syndrom

Voraussetzung für das Vorhandensein des metabolischen Syndroms ist zunächst der Risikofaktor Adipositas bzw. vielmehr das Vorliegen einer bauchbetonten Adipositas. Kommen zum Risikofaktor Adipositas (oder auch Übergewicht) noch zwei der folgenden Risikofaktoren – Diabetes (Zuckerkrankheit), Fettstoffwechselstörungen (erhöhtes Cholesterin bzw. LDL) sowie Bluthochdruck – hinzu, besteht eine deutlich höhere Gefahr, im Laufe des Lebens eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu erleiden (und das ganz besonders durch die Ausbildung einer Arteriosklerose). Das Metabolische Syndrom liegt vor bei folgenden Faktoren Adipositas, Diabetes, Fettstoffwechselstörungen und Bluthochdruck.

Insulinresistenzsyndrom(noch nicht manifester Diabetes), Adipositas (Fettleibigkeit), Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen treten selten unabhängig voneinander auf, stellen aber jeweils für sich erhöhte Risiken für das spätere Auftreten einer koronaren Herzkrankheit (KHK) dar.

Mittwoch, August 23, 2006

Morbus Addison, Glomerulonephritis, Bilirubin und Schüttelschaum

Da gab es wieder viele Fragen, die sich ergaben während unserer Lerngruppe gestern. Aufzeichnung hier: http://topforma.org/hp/220806.htm .
Z. B. wieder Mal zum Morbus Addison: Betrachten wir einmal die Beschwerden im Zusammenhang mit dem Mangel an Aldosteron: allgemeines Schwächegefühl, rasche Ermüdbarkeit, Gewichtsverlust, Anorexie (Appetitlosigkeit), Salzhunger (Verlangen nach salzigen Nahrungsmitteln!!!!!!!) Schwindel, niedriger Blutdruck mit Kollapsneigung.
Aldosteron resorbiert Salz und somit Wasser in den Körper zurück. Also kommt es beim Fehlen zu einem geringeren Blutvolumen.
Zu den anderen Themen hört euch doch einmal die Aufzeichnung an und lasst mir eure Kommentare in unserer Yahoo Group zukommen.

Montag, August 21, 2006

Diese Woche Nieren und Nierenerkrankungen

Am Wochenende hatte ich mal wieder Unterricht bei meinem Dozenten. Wir haben die Niere und deren Erkrankungen besprochen und da es sich doch um sehr komplexe Zusammenhänge handelt, habe ich am Ende gefragt: Und wie merke ich mir das am besten?
Als Antwort erhielt ich: Einfach auf eine Kassette sprechen und immer wieder anhören.

Na, und was machen wir hier?

Kommt diese Woche vorbei, macht mit, hört euch die Aufzeichnungen an, immer wieder.
So merkt ihr euch so komplizierte Dinge wie:
Hypertone Hyperhydratation und ihre Auswirkungen
Kalium-Wirkung
Calcium und sein Einfluss auf die physiologischen Abläufe
Säure-Basen Haushalt
und vieles mehr...

Freitag, August 18, 2006

Mindmaps zum einfachen Lernen

Der Vorteil von Mindmaps ist, dass man auf einfach Art umfangreiche Themen im langzeitgedächtnis ablegt.
Mindmaps enthalten das zu bearbeitende zentrale Thema in der Mitte des Blattes. Es wird möglichst genau formuliert und/oder als Bild dargestellt. Nach außen sind verschiedene Hauptäste (Hauptkapitel) mit weiteren Unterästen (Unterkapitel), die die dazugehörenden Informationen ranggerecht darstellen. Auf den Ästen steht immer nur ein Wort (Schlüsselwort). Bei der Erstellung sollen/können Farben und Bilder benutzt werden, um der kreativen Arbeitsweise des Gehirns gerecht zu werden, und um die Mindmap schneller lesen und überblicken zu können.
Ich habe ein sehr gutes kostenloses Programm zur Erstellung von Mindmaps hier gefunden:
Mindman
Fertige Mindmaps findet ihr in unserer Yahoo Group.

Mittwoch, August 16, 2006

Aufnahme verpfuscht...

Es ist mal wieder geschehen, die Aufnahme von gestern ist weg. Heute Abend, um 20.15 geht es weiter mit Fallbeispielen und Diagnoserätseln. Wird aufgenommen, versprochen.

Dienstag, August 15, 2006

Beispiel einer Erkrankung mit Protozoen: Amöbenruhr

Ich bin in der Aufnahme über die Aussage gestolpert, dass die Amöbenruhr sich erst Monate später bemerkbar machen kann.
Die Infektion erfolgt in der Regel durch die Aufnahme von Lebensmitteln, die mit Zysten, einer Entwicklungsform von Entamöba histolytica, verunreinigt sind. Diese Zysten werden mit dem Kot von erkrankten Personen ausgeschieden und können in der Außenwelt monatelang infektiös bleiben.
Im Darm entwickeln sich aus den Zysten entweder eine Minutaform oder eine Magnaform. Nur in der Magnaform kann Entamöba histolytica die Darmwand durchdringen und andere Organe befallen. In der Minutaform ist die Infektion meist symptomlos, jedoch werden Zysten ausgeschieden. Aus diesem Grund sind symptomlose Überträger sehr häufig. Es ist nicht bekannt, warum sich der Parasit in eine der beiden Formen entwickelt.
90 Prozent der Infektionen laufen ohne Symptome ab. Bei der symptomatischen Form kommt es nach zwei Wochen Inkubationszeit zu breiigen Durchfällen, Schmerzen im Unterbauch und Gewichtsverlust. Der Stuhl ist häufig mit Schleimfäden und Blut vermischt. Fieber tritt nur in 40 Prozent der Erkrankungen auf. In sehr seltenen Fällen entwickelt sich aus dieser akuten Infektion eine chronische Erkrankung mit wiederholten Durchfällen. In dieser Form kann die Infektion mit chronisch, entzündlichen Darmerkrankungen (Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn) verwechselt werden.
Selten werden innerhalb von Monaten andere Organe von der Magnaform befallen. Dabei kommt es am häufigsten zu einer Eiteransammlung in der Leber (Abszess). Diese Eiterbildung wird begleitet von Fieber und Schmerzen im rechten Oberbauch. Nur in einem Drittel der Fälle bestehen die Durchfälle weiter. In extrem seltenen Fällen können auch die Blase, das Gehirn oder das Herz befallen werden.
Die Aufnahme findet ihr hier: Aufnahme vom 14.August

Samstag, August 12, 2006

Rege Teilnahme und Kritik erwünscht

Jeden Samstag, wie auch heute, erhalten alle registrierten Teilnehmer der Online Lerngruppe die Aufzeichnungen der letzten Woche. Da keiner von uns Medizin-Student ist und wir uns alle noch in der Vorbereitung für die Prüfung befinden, kommt es auch zu Fehlern, die weder in der Aufzeichnung, noch in diesem Webblog berichtigt wurden. Manchmal ist es auch einfach Zeitmangel. Deshalb bitte ich jeden Teilnehmer oder Interessenten sich in unserer Yahoo-Group zu registrieren. Auf diese Art und Weise könnt ihr selber Berichtigungen an die Teilnehmer der Gruppe senden, bzw. solche von anderen erhalten. Eben, wie in einer echten Lerngruppe.
Austausch ist so wichtig! Hier könnt ihr euch bei der Yahoo-Group kostenlos anmelden:
Yahoo Gruppe Online Lerngruppe Heilpraktiker

Freitag, August 11, 2006

Infektionskrankheiten - Erreger und ihre Wirkung

Einmal von der Erreger-Seite aus betrachtet haben wir fast alle bakteriellen Infektionen besprochen: Hier klicken für die Aufnahme .
Und hier die lange Liste der Enterobakterien:
Alishewanella Alterococcus Aquamonas Aranicola Arsenophonus Azotivirga Candidatus Blochmannia Brenneria Buchnera Budvicia Buttiauxella Cedecea Citrobacter Dickeya Edwardsiella Enterobacter Erwinia, z. B.:Erwinia amylovora Escherichia, z. B.:Escherichia coli Ewingella Grimontella Hafnia Klebsiella, z. B.:Klebsiella pneumoniae Kluyvera Leclercia Leminorella Moellerella Morganella Obesumbacterium Pantoea Pectobacterium Candidatus Phlomobacter Photorhabdus Plesiomonas, z. B.:Plesiomonas shigelloides Pragia Proteus, z. B.:Proteus vulgaris Providencia Rahnella Raoultella Salmonella Samsonia Serratia, z. B.:Serratia marcescens Shigella Sodalis Tatumella Trabulsiella Wigglesworthia Xenorhabdus Yersinia, z. B.:Yersinia pestis Yokenella

Donnerstag, August 10, 2006

Fallbeispiele für den Heilpraktiker

Unter diesem Link findet ihr die Aufnahme einiger Fallbeispiele: Aufnahme vom 9. August 06 . Einfach die Fragestellung anhören, auf Pause klicken und dann in der Erklärung hinterher überprüfen, ob ihr es richtig wusstet.

Mittwoch, August 09, 2006

Unterschied zwischen Morbus und Syndrom

Wusstet ihr, welcher der Unterschied zwischen einem Morbus einem Syndrom ist? Ich nicht.

Handelt es sich um eine Krankheit, die durch eine Überproduktion (Hyper!) hervorgerufen wird so ist das Syndrom die Primärerkrankung und der Morbus die Sekundärerkrankung.

-Denken wir also z. B. an eine Überproduktion von Cortisol. Hier gibt es entweder das Cushing-Syndrom oder den M. Cushing.
Mit Morbus Cushing bezeichnet man eine Erkrankung, bei der von der Hirnanhangsdrüse zu viel ACTH produziert wird, wodurch es zu einer vermehrten Stimulation der Nebennierenrinde und als Folge davon zu einer übermäßigen Cortisolproduktion kommt. Die dadurch verursachten Krankheitserscheinungen, die Cushing-Syndrom genannt werden, sind die gleichen wie bei einem erhöhten Cortisolspiegel aus anderen Gründen.

Handelt es sich um eine Unterproduktion (Hypo!) so ist es genau andersherum. Der Morbus ist primär, das Syndrom sekundär.

-Denken wir an eine Unterproduktion von Cortisol kommen wir zum M. Addison.
Beim Morbus Addison handelt es sich um eine Unterfunktion der Nebennierenrinde.
Kommt es sekundär zu einer Unterfunktion der Nebennierenrinde, ist es ein Addison Syndrom
(Addison-Schilder-Syndrom oder Adrenoleukodystrophie)

Dienstag, August 08, 2006

Von Interleukin, Interferron und anderen Zytokinen

Hier zähle ich mal die verschiedenen Zytokine auf, die also als Immunbotenstoffe arbeiten.
Interleukin 1:
Bildungsorte sind Makrophagen, B- und T-Zellen, Natürliche Killerzellen (NK), Gliazellen, Hautzellen
Es induziert die Differenzierung von B-Zellen und Plasmazellen, fördert NK- und Makrophagenaktivität, alarmiert Helferzellen, lockt neutrophile Granulozyten an, erzeugt Fieber

Interleukin 2
Bildungsorte sind aktivierte T-Zellen
Es induziert Vermehrung und Differenzierung von B- und T-Zellen, induziert Lymphkinproduktion in T-Zellen, erhöht Monozytenaggressivität, aktiviert Killerzellen

Interleukin 4
Ebenfalls aus aktivierten T-Zellen
Es ist ein Wachstumsfaktor für B-Zellen, fördert IgG- und IgE-Produktion, fördert Expression von MHC II auf B-Zellen, aktiviert zytotoxische T-Zellen(T-Killerzellen)

Interleukin 5
Stammt aus T-Zellen
fördert Immunglobulinsekretion und Differenzierung von Esosinophilen

Interleutkin 6
aus Monozyten, Lymphozyten
Wachstumsfaktor für Plasmazellen

Beta-Interferon
aus Leukozyten, Fibroblasten
Dämpfung der Immunantwort

Gamma-Interferon
aus T-Zellen, Natürliche Killerzellen (NK)
steigert die NK- und Makrophagen-Aktivität, vermehrt B-Zellen, fördert die Abwehrbereitschaft von Körperzellen gegenüber Viren

Tumor- Nekrose- Faktor (TNF)
ausMakrophagen, T-Zellen
aktiviert B- und T-Zellen, Granulozyten und Makrophagen, zerstört Tumorzellen, erzeugt Fieber

Freitag, August 04, 2006

Von Gonokokken, Plasmodien und Trichomonaden

Alle die, die durch beharrliches Suchen nach der letzten Aufzeichnung von gestern diesen Blog gefunden haben erhalten zur Belohnung auch den Link dazu: http://www.yorgovista.com/videoarchive/video.cfm?filename=16-127.flv
Wer sich das anhört, weiss auch gegen Ende des sonst guten Calls, warum ich das nicht auf meine Website stelle...

Mittwoch, August 02, 2006

Schneeballknirschen und Lederknarren

Bei einer Tuberkulose kann es zu einer Pleuritis Sicca kommen, einer trockenen Brustfellentzündung mit dem typischen Lederknarren.
Das Schneeballknirschen kommt beim Mediastinalemphysem vor (laut Pschyrembel). Das Mediastinum ist der Raum zwischen den Lungenflügeln, es wird auch Mittelfell genannt. Beim Emphysem ist hier Luft in das Bindegewebe des Mediastinums eingedrungen, meist durch verletzung von Luftröhre, Bronchien oder Speiseröhre.
Die Aufzeichnung von gestern über Infektionskrankheiten könnt ihr hier finden: www.onlinegruppe.com wo wir täglich die Aufzeichnungen vom Vortag hochladen.
Einfach registrieren und ihr erhaltet wöchentlich eine Mail mit allen Aufzeichnungen der Woche.
Mitmachen ist natürlich noch besser.

Dienstag, August 01, 2006

Viren, Bakterien und andere Krankheitserreger

Eine tolle Seite zum Thema Mikrobiologie: Zytologie-Online.
Und dies die Klärung zu Endo- und Exotoxinen:
Ektotoxine (auch Exotoxine) sind von Bakterien abgesonderte Giftstoffe, gegen die der Wirtskörper Gegengifte (Antitoxine) bilden kann. Der Begriff leitet sich vom griechischen ekto = außen und toxin = Gift ab, das Gift "verläßt" also das Bakterium (im Gegensatz zum Endotoxin).
Endotoxine sind eine Klasse biochemischer Stoffe. Sie sind Zerfallsprodukte von Bakterien, die im Menschen zahlreiche physiologische Reaktionen auslösen können. Endotoxine sind Bestandteil der äußeren Zellwand (OM = outer membrane) von gramnegativen Bakterien. Endotoxine werden vorranging bei der Zelllyse frei, aber im Gegensatz zu Enterotoxinen oder Exotoxinen nicht kontinuierlich von lebenden Bakterien ins umgebende Medium abgegeben.
Enterotoxin (griechisch von enteron = Darm und toxíne = giftig) ist ein Gift, welches den Darm angreift und oft Verursacher von Gastroenteritis ist.